© Tenna Dahl & Meike Pagels 2016 - 2021
© Tenna Dahl & Meike Pagels 2016 - 2021 | Impressum
Kundalini-Yoga
Kiel

Haltung

In diesem Text möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Haltung teilen. Haltung bedeutet für mich zweierlei, einmal natürlich die äußere Haltung - das Erscheinungsbild und mindes-tens genau so wichtig die innere Haltung. Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass beide Haltungen miteinander korrelieren und eine regelmäßige Yoga Praxis nicht nur zu einer besseren äußeren Haltung führt, son-dern auch die innere Haltung positiv beeinflusst. Wie wirkt Yoga und insbesondere Kundalini Yoga auf meine Haltung? Jeder Körper ist anders. Wenn du 50 Menschen in einer Yoga-Haltung oder auch im Alltag betrachtest, wirst du 50 unterschiedliche Haltungen sehen. Um den besten Effekt einer Yoga- Übung, bspw. beim „herabschauenden Hund“, zu erlangen, ist es für eine Person richtig, die Beine zu beugen, eine andere Person streckt die Beine von Anfang an durch. Und auch der Winkel der Extremitäten ist bei jedem Menschen anders. Hier gilt: Pauschallösung gibt es nicht. Wir sollten uns von den Kategorien „richtig“ und „falsch“ verabschieden und sie durch „funktioniert für mich“ und „funktioniert (noch) nicht für mich“ ersetzten. Für mich gilt übrigens auch: Es gibt es nicht die eine „richtig“ Haltung im Yoga. Es ist nicht die äußere Form, auf die es ankommt, sondern es geht um das individuelle Erleben in einer Haltung. Ziel der Yoga Übungen ist es, das Prana zum Fließen zu bringen und ggf. in eine bestimmte Richtung zu lenken. Modifikationen und Varianten der Haltungen sind häufig nötig, um so entspannt in die Übung hineinzugehen, dass der positive Effekt, d.h. das Fließen des Pranas oder auch das „Aufgerichtet sein“ zu erleben, überhaupt erst möglich wird. In meinen Kundalini Yogastunden lege ich viel Wert darauf, meine Schüler*innen so anzu-leiten, dass sie in eine entspannte aufrechte (Sitz)haltung kommen. Die Wahrnehmung der eigenen Haltung ist ein elementarer Bereich meiner Yogastunden. Nur wenn ich achtsam bin, kann ich meine Haltung, meine Atmung, meinen Herzschlag, mein Befinden gut wahr-nehmen. Wenn meine Wirbelsäule gut aufgerichtet ist, entsteht im Brustraum Platz für tiefe Atemzüge. Das führt dazu, dass auf physischer Ebene die Sauerstoffversorgung besser wird und wir aus energetischer Sicht mehr Prana aufnehmen. Außerdem kann die Energie im Körper besser fließen. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule (und ich meine damit nicht, dass du dich wie ein Schlangenmensch verbiegen kannst) hat einen großen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden. Je beweglicher du bist, desto weniger Probleme hast du z.B. mit Beschwerden im Lendenwirbelbereich oder im Nacken. Aber auch Kopfschmerzen entstehen sehr häufig durch Verspannungen (= Unbeweglichkeiten) im Rücken. Wenn unser Gehirn nicht ausreichend durchblutet wird, z.B. durch Verspannungen im Schulter-Nackenbereich, können Spannungskopfschmerzen die Folge sein. Auch der Austausch der Liquorflüssigkeit zwischen dem Spinalkanal und dem Gehirn hängt stark von der Beweglichkeit der Wirbelsäule ab. Wenn es zu Spinalkanalstenosen (Stenosen sind Verengungen in dem Liquorkanal) kommt, treten häufig Schmerzen im Rücken und in den Extremitäten auf. Es gibt sehr viele Kriyas und Übungen, die besonders die Beweglichkeit der Wirbelsäule positiv beeinflussen. Wenn unsere Wirbelsäule beweglich ist und unsere Rückenmuskulatur durch Yogaübungen gestärkt wird, ist es viel einfacher, auch im Alltag eine aufrechte Hal-tung einzunehmen. Diese Erfahrung aus dem Yoga führt dann dazu, dass sich die äußere Haltung positiv auf die innere Haltung auswirkt. Wenn ich weiß, dass es mir gut geht, wenn ich z.B. tief ein und ausatmen kann, werde ich mich auch im Alltag so (ver-)halten. Wenn ich z.B. die Basis-Kriya zur Belebung der Wirbelsäule mache, spüre ich körperlich und auch geistig eine positive Veränderung in mir. Obwohl ich fast täglich Yoga praktiziere, merke ich die tiefe Rückenmuskulatur, fühle mich gut energetisiert und erlebe in der anschließenden langen tiefen Entspannung, wie sich die Energie in meinem Körper verteilt. Du kannst selbst herausfinden, wie äußere und innere Haltung miteinander zusammehnängen: Stelle dich einmal mit hängenden Schultern, krummen Rücken und grimmigem Blick vor den Spiegel. Verharre für einige Momente in dieser Haltung und nimm wahr, wie Du Dich körperlich und emotional fühlst. Dann richte Dich auf, mach dich gerade und locker, lächle und sieh Dich an. Wie fühlst Du Dich jetzt? JETZT NOCH EIN GUTES ENDE …. Unsere Haltung ist uns nicht gegeben und unveränderbar. Wir entscheiden selbst, über unsere innere und äußere Haltung. Mit Yoga können wir für beide viel Gutes tun.
© Tenna Dahl & Meike Pagels 2016 - 2020
Kundalini-Yoga
Kiel

Haltung

In diesem Text möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Haltung teilen. Haltung bedeutet für mich zweierlei, einmal natürlich die äußere Haltung - das Erscheinungsbild und mindes-tens genau so wichtig die innere Haltung. Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass beide Haltungen miteinander korrelieren und eine regelmäßige Yoga Praxis nicht nur zu einer besseren äußeren Haltung führt, son-dern auch die innere Haltung positiv beeinflusst. Wie wirkt Yoga und insbesondere Kundalini Yoga auf meine Haltung? Jeder Körper ist anders. Wenn du 50 Menschen in einer Yoga-Haltung oder auch im Alltag betrachtest, wirst du 50 unterschiedliche Haltungen sehen. Um den besten Effekt einer Yoga-Übung, bspw. beim „herabschauenden Hund“, zu erlangen, ist es für eine Person richtig, die Beine zu beugen, eine andere Person streckt die Beine von Anfang an durch. Und auch der Winkel der Extremitäten ist bei jedem Menschen anders. Hier gilt: Pauschallösung gibt es nicht. Wir sollten uns von den Kategorien „richtig“ und „falsch“ verabschieden und sie durch „funktioniert für mich“ und „funktioniert (noch) nicht für mich“ ersetzten. Für mich gilt übrigens auch: Es gibt es nicht die eine „richtig“ Haltung im Yoga. Es ist nicht die äußere Form, auf die es ankommt, sondern es geht um das individuelle Erleben in einer Haltung. Ziel der Yoga Übungen ist es, das Prana zum Fließen zu bringen und ggf. in eine bestimmte Richtung zu lenken. Modifikationen und Varianten der Haltungen sind häufig nötig, um so entspannt in die Übung hineinzugehen, dass der positive Effekt, d.h. das Fließen des Pranas oder auch das „Aufgerichtet sein“ zu erleben, überhaupt erst möglich wird. In meinen Kundalini Yogastunden lege ich viel Wert darauf, meine Schüler*innen so anzu-leiten, dass sie in eine entspannte aufrechte (Sitz)haltung kommen. Die Wahrnehmung der eigenen Haltung ist ein elementarer Bereich meiner Yogastunden. Nur wenn ich achtsam bin, kann ich meine Haltung, meine Atmung, meinen Herzschlag, mein Befinden gut wahr-nehmen. Wenn meine Wirbelsäule gut aufgerichtet ist, entsteht im Brustraum Platz für tiefe Atemzüge. Das führt dazu, dass auf physischer Ebene die Sauerstoffversorgung besser wird und wir aus energetischer Sicht mehr Prana aufnehmen. Außerdem kann die Energie im Körper besser fließen. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule (und ich meine damit nicht, dass du dich wie ein Schlangenmensch verbiegen kannst) hat einen großen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden. Je beweglicher du bist, desto weniger Probleme hast du z.B. mit Beschwerden im Lendenwirbelbereich oder im Nacken. Aber auch Kopfschmerzen entstehen sehr häufig durch Verspannungen (= Unbeweglichkeiten) im Rücken. Wenn unser Gehirn nicht ausreichend durchblutet wird, z.B. durch Verspannungen im Schulter-Nackenbereich, können Spannungskopfschmerzen die Folge sein. Auch der Austausch der Liquorflüssigkeit zwischen dem Spinalkanal und dem Gehirn hängt stark von der Beweglichkeit der Wirbelsäule ab. Wenn es zu Spinalkanalstenosen (Stenosen sind Verengungen in dem Liquorkanal) kommt, treten häufig Schmerzen im Rücken und in den Extremitäten auf. Es gibt sehr viele Kriyas und Übungen, die besonders die Beweglichkeit der Wirbelsäule positiv beeinflussen. Wenn unsere Wirbelsäule beweglich ist und unsere Rückenmuskulatur durch Yogaübungen gestärkt wird, ist es viel einfacher, auch im Alltag eine aufrechte Hal-tung einzunehmen. Diese Erfahrung aus dem Yoga führt dann dazu, dass sich die äußere Haltung positiv auf die innere Haltung auswirkt. Wenn ich weiß, dass es mir gut geht, wenn ich z.B. tief ein und ausatmen kann, werde ich mich auch im Alltag so (ver-)halten. Wenn ich z.B. die Basis-Kriya zur Belebung der Wirbelsäule mache, spüre ich körperlich und auch geistig eine positive Veränderung in mir. Obwohl ich fast täglich Yoga praktiziere, merke ich die tiefe Rückenmuskulatur, fühle mich gut energetisiert und erlebe in der anschließenden langen tiefen Entspannung, wie sich die Energie in meinem Körper verteilt. Du kannst selbst herausfinden, wie äußere und innere Haltung miteinander zusammehnängen: Stelle dich einmal mit hängenden Schultern, krummen Rücken und grimmigem Blick vor den Spiegel. Verharre für einige Momente in dieser Haltung und nimm wahr, wie Du Dich körperlich und emotional fühlst. Dann richte Dich auf, mach dich gerade und locker, lächle und sieh Dich an. Wie fühlst Du Dich jetzt? JETZT NOCH EIN GUTES ENDE …. Unsere Haltung ist uns nicht gegeben und unveränderbar. Wir entscheiden selbst, über unsere innere und äußere Haltung. Mit Yoga können wir für beide viel Gutes tun.