© Tenna Dahl & Meike Pagels 2016 - 2021
© Tenna Dahl & Meike Pagels 2016 - 2021 | Impressum
Kundalini-Yoga
Kiel

Meditation und Mantra

Mit diesem Text möchte ich meine eigenen Erfahrungen sowie neurobiologische Erkenntnisse dazu teilen, wie Meditation wirkt – vor allem Meditation in Verbindung mit Mantren. Als ich vor vielen Jahren angefangen habe, Yoga zu machen, fiel mir das Meditieren schwer: Ich war so voller Gedanken, dass ich nicht stillsitzen konnte. Und auch die Aufmerksamkeit auf mein Inneres zu lenken fiel mir sehr schwer. Dann habe ich durch Kundalini Yoga Meditationen mit Mantren und Bewegungen kennengelernt und wusste: Das ist mein Weg. Ich konnte durch das Mitchanten der Mantren meinen Geist beruhigen, und wenn dann auch noch Bewegungen, z.B. mit einem Mudra (Hände und Finger) oder mit den Armen dabei waren, konnte ich mich dann ganz auf die Meditation einlassen. Mittlerweile genieße ich auch stille Meditationen. Aber auch aus Sicht der Neurobiologie lässt sich erklären, dass und warum Mantren, Mudras und Bewegungen beim Meditieren helfen. Wenn du ein Mantra bei der Meditation mitsingst oder chantest, wird deine Atmung automatisch tiefer und rhythmischer. Durch den Klangstrom, den du beim Singen erzeugst, entstehen Schwingungen in deinem Körper und verschiedene Bereiche in deinem Gehirn werden miteinander synchronisiert. Dies passiert dadurch, dass du beim Chanten/Singen rhythmisch Akkupressurpunkte im Gaumen aktivierst, die je nach Mantra im Gehirn auf unterschiedliche Areale wirken. Durch die Wörter wird dein Sprachzentrum, das sogenannte Broca-Areal (im Großhirn auf der linken Seite) und durch das Hören die Hörrinde im Schläfenlappen angeregt. Durch das Singen bzw. die Melodie werden fast alle wichtigen funktionalen Bereiche des Gehirns miteinander verknüpft: das Kleinhirn und die motorischen Zentren in der Großhirnrinde für die Motorik, das limbische System für die Emotionen, das Broca-Areal für die Sprache und die für das Verhalten zuständigen Bereiche im unteren Stirnlappen. Wenn wir dann noch Mudras (Bewegungen der Finger und Hände) dazu nehmen, wird die linke und rechte Hirnhälft miteinander verbunden, weil die motorischen Impulse für die linke und rechte Körperhälfte jeweils von der entgegengesetzten Hirnhälfte gesteuert werden. All dies ist mit bildgebenden Verfahren wie z.B. MRT dargestellt und wissenschaftlich belegt worden. Meditationen mit Mantren führen dazu, dass im Gehirn mehr Theta-Wellen (Schwingungen im Gehirn im entspannten Zustand: 4 bis 8 Hz) und weniger Beta-Wellen (Stresswellen: 13-30 Hz) gemessen werden. Neben diesen neurobiologischen Effekten gibt es auch unmittelbar erfahrbare Wirkungen, die durch dasChanten von Mantren beim Meditieren entstehen. Durch das Chanten/Singen entsteht ein Klangstrom: Nicht nur deine Stimmbänder und Lippen fangen an zu vibrieren, sondern dieses Gefühl gelangt in den ganzen Körper. Durch dieses Erleben kommst du schneller aus dem Gedanken-Karussell heraus und dein Kopf wird leer - es gibt einfach keinen Platz mehr für „Alltagsgedanken“. Ein weiterer Aspekt ist, dass durch regelmäßige Meditationen Verknüpfungen in unserem Nervensystem bzw. Gehirn abgebaut werden können, die für das Empfinden von negativen Emotionen benötigt werden. Der rechte Amygdala-Kern (auch Mandelkern genannt) ist der Bereich des Gehirns, in dem negative Emotionen wie Angst, Hass, Ärger, Neid oder Eifersucht verortet sind. Durch langjährige Meditationspraxis wird dieser Bereich des Gehirns nachweislich kleiner. In meinen Kundalini Yogastunden lege ich viel Wert darauf, meinen Schüler*innen während der Stunde unterschiedliche Formen der Meditation bzw. Möglichkeiten, zur inneren Achtsamkeit zu kommen, zu zeigen. Ich beginne immer mit einer Form der Atemmeditation, mit der du achtsam durch deinen Körper geführt wirst. Jede Pause nach den einzelnen Übungen der Kriya ist eine kleine Mini-Meditation, bei der du in dich hineinspürst, deinen Herzschlag, deine Atmung und dein Energieniveau wahrnimmst. Nach der langen tiefen Entspannung leite ich dann eine Meditation an, die dich entweder durch ein Pranayama (Atemtechnik), Mudra und oder Mantra in einen meditativen Zustand führt, in dem du ganz bei dir ankommst und dich in deiner Energie spüren kannst.
© Tenna Dahl & Meike Pagels 2016 - 2020
Kundalini-Yoga
Kiel

Meditation und Mantra

Mit diesem Text möchte ich meine eigenen Erfahrungen sowie neurobiologische Erkenntnisse dazu teilen, wie Meditation wirkt – vor allem Meditation in Verbindung mit Mantren. Als ich vor vielen Jahren angefangen habe, Yoga zu machen, fiel mir das Meditieren schwer: Ich war so voller Gedanken, dass ich nicht stillsitzen konnte. Und auch die Aufmerksamkeit auf mein Inneres zu lenken fiel mir sehr schwer. Dann habe ich durch Kundalini Yoga Meditationen mit Mantren und Bewegungen kennengelernt und wusste: Das ist mein Weg. Ich konnte durch das Mitchanten der Mantren meinen Geist beruhigen, und wenn dann auch noch Bewegungen, z.B. mit einem Mudra (Hände und Finger) oder mit den Armen dabei waren, konnte ich mich dann ganz auf die Meditation einlassen. Mittlerweile genieße ich auch stille Meditationen. Aber auch aus Sicht der Neurobiologie lässt sich erklären, dass und warum Mantren, Mudras und Bewegungen beim Meditieren helfen. Wenn du ein Mantra bei der Meditation mitsingst oder chantest, wird deine Atmung automatisch tiefer und rhythmischer. Durch den Klangstrom, den du beim Singen erzeugst, entstehen Schwingungen in deinem Körper und verschiedene Bereiche in deinem Gehirn werden miteinander synchronisiert. Dies passiert dadurch, dass du beim Chanten/Singen rhythmisch Akkupressurpunkte im Gaumen aktivierst, die je nach Mantra im Gehirn auf unterschiedliche Areale wirken. Durch die Wörter wird dein Sprachzentrum, das sogenannte Broca-Areal (im Großhirn auf der linken Seite) und durch das Hören die Hörrinde im Schläfenlappen angeregt. Durch das Singen bzw. die Melodie werden fast alle wichtigen funktionalen Bereiche des Gehirns miteinander verknüpft: das Kleinhirn und die motorischen Zentren in der Großhirnrinde für die Motorik, das limbische System für die Emotionen, das Broca-Areal für die Sprache und die für das Verhalten zuständigen Bereiche im unteren Stirnlappen. Wenn wir dann noch Mudras (Bewegungen der Finger und Hände) dazu nehmen, wird die linke und rechte Hirnhälft miteinander verbunden, weil die motorischen Impulse für die linke und rechte Körperhälfte jeweils von der entgegengesetzten Hirnhälfte gesteuert werden. All dies ist mit bildgebenden Verfahren wie z.B. MRT dargestellt und wissenschaftlich belegt worden. Meditationen mit Mantren führen dazu, dass im Gehirn mehr Theta-Wellen (Schwingungen im Gehirn im entspannten Zustand: 4 bis 8 Hz) und weniger Beta-Wellen (Stresswellen: 13-30 Hz) gemessen werden. Neben diesen neurobiologischen Effekten gibt es auch unmittelbar erfahrbare Wirkungen, die durch dasChanten von Mantren beim Meditieren entstehen. Durch das Chanten/Singen entsteht ein Klangstrom: Nicht nur deine Stimmbänder und Lippen fangen an zu vibrieren, sondern dieses Gefühl gelangt in den ganzen Körper. Durch dieses Erleben kommst du schneller aus dem Gedanken-Karussell heraus und dein Kopf wird leer - es gibt einfach keinen Platz mehr für „Alltagsgedanken“. Ein weiterer Aspekt ist, dass durch regelmäßige Meditationen Verknüpfungen in unserem Nervensystem bzw. Gehirn abgebaut werden können, die für das Empfinden von negativen Emotionen benötigt werden. Der rechte Amygdala-Kern (auch Mandelkern genannt) ist der Bereich des Gehirns, in dem negative Emotionen wie Angst, Hass, Ärger, Neid oder Eifersucht verortet sind. Durch langjährige Meditationspraxis wird dieser Bereich des Gehirns nachweislich kleiner. In meinen Kundalini Yogastunden lege ich viel Wert darauf, meinen Schüler*innen während der Stunde unterschiedliche Formen der Meditation bzw. Möglichkeiten, zur inneren Achtsamkeit zu kommen, zu zeigen. Ich beginne immer mit einer Form der Atemmeditation, mit der du achtsam durch deinen Körper geführt wirst. Jede Pause nach den einzelnen Übungen der Kriya ist eine kleine Mini-Meditation, bei der du in dich hineinspürst, deinen Herzschlag, deine Atmung und dein Energieniveau wahrnimmst. Nach der langen tiefen Entspannung leite ich dann eine Meditation an, die dich entweder durch ein Pranayama (Atemtechnik), Mudra und oder Mantra in einen meditativen Zustand führt, in dem du ganz bei dir ankommst und dich in deiner Energie spüren kannst.