© Tenna Dahl & Meike Pagels 2016 - 2021
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Kundalini-Yoga
Kiel

Posas, unser Seelenmuskel

Alles was wir erleben, wird in unserem Körper auch auf Zellebene wahrgenommen, verarbeitet und gespeichert. Bei positiven Erlebnissen wie z.B. Freude, Zufriedenheit, Interesse, Vergnügen, Liebe haben wir ein gutes Körpergefühl und wir drücken unsere Emotionen z.T. auch durch leichte, beschwingte Bewegungen aus. Wenn wir uns freuen lächeln oder lachen wir, unsere Körperhaltung ist offen, wir recken die Arme in Freude hoch und jubeln. All diese Bewegungen zeigen nicht nur, dass wir uns wohl fühlen, sie lösen dies auch aus. Außerdem werden sogenannte Glückshormone (u.a. Dopamin, Serotonin, Endorphine) ausgeschüttet, die diese positive Stimmung noch verstärken. Im Gegensatz dazu passieren ganz andere Dinge in unserem Körper, wenn wir negative Erlebnisse haben. Wenn wir z.B. Angst haben oder uns erschrecken, ziehen unsere Muskeln - vor allem der Psoas-Muskel - sich zusammen. Wir kommen in eine kauernde Haltung, die unsere inneren Organe schützt. Dabei werden sogenannte Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass wir unsere Muskeln anspannen können und diese Spannung auch für einen Moment gehalten werden kann. Das ist im Prinzip auch eine richtige und wichtige Funktion unseres Körpers, um z.B. in der kauernden Haltung zu bleiben oder auch schnell weglaufen zu können. Sind wir allerdings häufig gestresst oder sogar im Dauerstress, werden permanent Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet und die Muskeln und vor allem der Psoas reagieren mit überhöhter Spannung. Auch viele Dinge in unserem modernen Lebensstil verstärken die Daueranspannung des Psoas. Wir bewegen uns zu wenig und sitzen zu viel, dabei ist der Psoas permanent verkürzt und angespannt. Um zu verstehen, wie der Spannungszustand des Psoas unsere Seele unsere emotionale Balance beeinflusst, sind folgende anatomischen und physiologischen Eigenschaften wichtig: Der Psoas verbindet als einziger Muskel unsere Beine mit der Wirbelsäule und ermöglicht das Anheben der Beine beim Gehen. Er sorgt für die Stabilität im Becken und in der unteren Wirbelsäule sowie für unsere aufrechte Haltung. Über Faszien ist der Psoas auch mit dem Zwerchfell und dem Beckenboden verbunden. Die Aktivität des Posas hat Auswirkungen auf die Organfunktionen im Bauchraum, deren Durchblutung und die Zwerchfellatmung. Da der Psoas wie alle Muskeln auf Stress reagiert, zieht er sich zusammen und bleibt dauerhaft verkürzt und angespannt. Dadurch verändert sich zum einen unsere Haltung: Wir beugen uns aus der Hüfte heraus nach vorne anstatt aufrecht und gerade zu stehen. Das kann zu Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden, Knieproblemen, Verdauungsproblemen, erhöhter Atemfrequenz und hormonellen Beschwerden führen. Zum anderen gibt es die Rückkopplung an das Gehirn: Die gebeugte Haltung suggeriert unserem Gehirn, dass Gefahr droht und es werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet. Es entsteht ein Teufelskreis aus falscher Haltung, Stresshormonausschüttung und negativen Gefühlen. Wir können diese Daueranspannung durch verschiedene yogische Techniken lösen. Dazu gehören: Wahrnehmung deines Körpers, deiner Atmung, deiner Haltung Asanas/Kriyas, die den Psoas dehnen und lockern, Asanas/Kriyas, bei denen Adrenalin und Cortisol abgebaut werden Kriyas, die unser Hormonsystem in Balance bringen Pranayamas (Atemübungen) und Meditationen, die zur Entspannung führen konstruktive Ruheposition.
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Kundalini-Yoga
Kiel

Psoas, unser Seelenmuskel

Alles was wir erleben, wird in unserem Körper auch auf Zellebene wahrgenommen, verarbeitet und gespeichert. Bei positiven Erlebnissen wie z.B. Freude, Zufriedenheit, Interesse, Vergnügen, Liebe haben wir ein gutes Körpergefühl und wir drücken unsere Emotionen z.T. auch durch leichte, beschwingte Bewegungen aus. Wenn wir uns freuen lächeln oder lachen wir, unsere Körperhaltung ist offen, wir recken die Arme in Freude hoch und jubeln. All diese Bewegungen zeigen nicht nur, dass wir uns wohl fühlen, sie lösen dies auch aus. Außerdem werden sogenannte Glückshormone (u.a. Dopamin, Serotonin, Endorphine) ausgeschüttet, die diese positive Stimmung noch verstärken. Im Gegensatz dazu passieren ganz andere Dinge in unserem Körper, wenn wir negative Erlebnisse haben. Wenn wir z.B. Angst haben oder uns erschrecken, ziehen unsere Muskeln - vor allem der Psoas-Muskel - sich zusammen. Wir kommen in eine kauernde Haltung, die unsere inneren Organe schützt. Dabei werden sogenannte Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass wir unsere Muskeln anspannen können und diese Spannung auch für einen Moment gehalten werden kann. Das ist im Prinzip auch eine richtige und wichtige Funktion unseres Körpers, um z.B. in der kauernden Haltung zu bleiben oder auch schnell weglaufen zu können. Sind wir allerdings häufig gestresst oder sogar im Dauerstress, werden permanent Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet und die Muskeln und vor allem der Psoas reagieren mit überhöhter Spannung. Auch viele Dinge in unserem modernen Lebensstil verstärken die Daueranspannung des Psoas. Wir bewegen uns zu wenig und sitzen zu viel, dabei ist der Psoas permanent verkürzt und angespannt. Um zu verstehen, wie der Spannungszustand des Psoas unsere Seele unsere emotionale Balance beeinflusst, sind folgende anatomischen und physiologischen Eigenschaften wichtig: Der Psoas verbindet als einziger Muskel unsere Beine mit der Wirbelsäule und ermöglicht das Anheben der Beine beim Gehen. Er sorgt für die Stabilität im Becken und in der unteren Wirbelsäule sowie für unsere aufrechte Haltung. Über Faszien ist der Psoas auch mit dem Zwerchfell und dem Beckenboden verbunden. Die Aktivität des Posas hat Auswirkungen auf die Organfunktionen im Bauchraum, deren Durchblutung und die Zwerchfellatmung. Da der Psoas wie alle Muskeln auf Stress reagiert, zieht er sich zusammen und bleibt dauerhaft verkürzt und angespannt. Dadurch verändert sich zum einen unsere Haltung: Wir beugen uns aus der Hüfte heraus nach vorne anstatt aufrecht und gerade zu stehen. Das kann zu Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden, Knieproblemen, Verdauungsproblemen, erhöhter Atemfrequenz und hormonellen Beschwerden führen. Zum anderen gibt es die Rückkopplung an das Gehirn: Die gebeugte Haltung suggeriert unserem Gehirn, dass Gefahr droht und es werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet. Es entsteht ein Teufelskreis aus falscher Haltung, Stresshormonausschüttung und negativen Gefühlen. Wir können diese Daueranspannung durch verschiedene yogische Techniken lösen. Dazu gehören: Wahrnehmung deines Körpers, deiner Atmung, deiner Haltung Asanas/Kriyas, die den Psoas dehnen und lockern Asanas/Kriyas, bei denen Adrenalin und Cortisol abgebaut werdenKriyas, die unser Hormonsystem in Balance bringen Pranayamas (Atemübungen) und Meditationen, die zur Entspannung führen konstruktive Ruheposition.