© Tenna Dahl & Meike Pagels 2016 - 2021
Kundalini-Yoga
Kiel

Der Vagusnerv

In diesem Text möchte ich ein paar Informationen zum Vagusnerv teilen. In vielen aktuellen Yogaheften, Büchern und im Internet wird auf die Wichtigkeit des Vagusnervs, für unsere Fähigkeit, entspannen zu können, hingewiesen. Im Folgenden antworte ich auf diese Fragen: Was ist der Vagusnerv? Warum ist er so wichtig für unsere Entspannung? Wie hilft Yoga den Vagusnerv zu aktivieren? Was ist der Vagusnerv? Der Vagusnerv ist der zehnte Hirnnerv, der vom Hirnstamm durch den Hals und dann durch den Brustbereich bis in den Bauchraum reicht. Er verzweigt sich entlang des Weges zu verschiedenen Organen wie z.B. zum Herzen, den Lungen und zum Magen-Darm-Trackt. Der Vagusnerv setzt sich aus ungefähr 100.000 einzelnen Nervenfasern zusammen, die zu den verschiedenen Organen hinführen und diese so miteinander verbinden. Der Vagusnerv wird auch „der Wanderer“ genannt, weil er die Organe verbindet und durchwandert. Bedeutung des Vagusnervs Die Hauptfunktion des Vagusnervs ist die Steuerung der Bauchorgane und des parasympathischen Nervensystems, also dem Bereich des Nervensystems, der für Entspannung, Ruhe und Erholung entscheidend ist. Bei einem gesunden Menschen ist der sogenannte Vagustonus hoch, das bedeutet, dass wir uns nach Stress gut erholen und insgesamt gut entspannen können. Ein hoher Vagustonus geht mit einem erhöhten Serotonin- und Dopaminspiegel einher. Serotonin und Dopamin sind Botenstoffe, die maßgeblich für unsere Stimmung, unsere Antriebskraft und damit für unser Wohlbefinden zuständig sind. Außerdem wirkt ein hoher Vagustonus positiv auf z.B. die Regulation des Blutzuckers, des Blutdrucks und auf unsere Verdauung. Messbar ist der Vagustonus indirekt über die Herzratenvariabilität. Ist diese hoch, so ist auch der Vagustonus hoch. Die Herzratenvariabilität wird allgemein als ein Zeichen eines gesunden Herzens angesehen und als Indikator für große physiologische und psychische Gesundheit, höhere Lebensqualität und geringere Anfälligkeit für Krankheiten betrachtet. Die Herzratenvariabilität ist die Variation des Zeitabstandes zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen in Millisekunden. Ein schwacher Vagustonus führt dazu, dass wir leichter unter Stress geraten. Unser sympathisches Nervensystem hat die Vorherrschaft und wir sind permanent angespannt und gestresst. Auf Dauer kann das zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit und zu Entzündungen führen. Das Schlaganfallrisiko und das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, steigen, wie auch die Gefahr, Diabetes oder eine rheumatische Erkrankung zu bekommen steigt. Auf der psychosomatischen Ebene zeigen sich bei einem zu niedrigen Vagustonus Symptome wie Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Gereiztheit und Lustlosigkeit. Wie hilft Yoga? Als wichtigster Punkt ist hier der Wechsel zwischen Spannung und Entspannung in der Yogastunde zu nennen. Wenn du beim Yoga durch das angeleitete Atmen in deinen eigenen Rhythmus findest, ist dies schon ein wesentlicher Teil, um deinen Vagusnerv zu stärken. Bewusstes langes Ausatmen ist eine gute einfache Art den Vagus zu aktivieren. Auch alle Übungen, bei denen du in die Anspannung und danach dann in die bewusste Entspannung gehst, wirken positiv auf den Vagusnerv. Durch die Aktivierung deines Kehlchakras wird der Vagus stimuliert. Dies passiert im Yoga unter anderem durch verschiedene Haltungen und vor allem durch das chanten von bestimmten Mantren. Wenn dein Kehlchakra ins Vibrieren kommt, wirst du schnell und einfach in eine tiefe Entspannung gelangen. In meinen Kundalini Yogastunden lege ich viel Wert darauf, meine Schüler*innen so anzu-leiten, dass sie diesen Wechsel von Anspannung und Entspannung während der Übungsreihe wahrnehmen können. Die Wahrnehmung des eigenen Befindens ist ein elementarer Bestandteil meiner Yogastunden: Nur wenn ich achtsam bin, kann ich fühlen, was in mir los ist, ob ich angespannt oder entspannt bin. Durch den bewussten Wechsel von Anspannung und Entspannung entwickle ich diese Wahrnehmung und kann diese Erfahrung dann auch in meinen Alltag integrieren. Nach der Übungsreihe mit den vielen kleinen Nachspürphasen kommt dann die lange tiefe Entspannung. In dieser Zeit wirken die Yogaübungen nach und unser Körper verarbeitet die Impulse und auch den Wechsel von Anspannung und Entspannung. Ich leite die diese Phase so an, dass du auch hier noch einmal ganz bewusst in die Anspannung und danach in die Entspannung gelangst. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, melde dich bei mir tenna@kundaliniyoga-kiel.de Im Mai wird der Fokus meiner Yogastunden auf der Stärkung des Vagusnervs liegen. Ich biete meine Stunden online über Zoom an. Du brauchst dafür keine Vorkenntnisse und kannst ggf. auch auf einem Stuhl sitzend daran teilnehmen.
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In diesem Text möchte ich ein paar Informationen zum Vagusnerv teilen. In vielen aktuellen Yogaheften, Büchern und im Internet wird auf die Wichtigkeit des Vagusnervs, für unsere Fähigkeit, entspannen zu können, hingewiesen. Im Folgenden antworte ich auf diese Fragen: Was ist der Vagusnerv? Warum ist er so wichtig für unsere Entspannung? Wie hilft Yoga den Vagusnerv zu aktivieren? Was ist der Vagusnerv? Der Vagusnerv ist der zehnte Hirnnerv, der vom Hirnstamm durch den Hals und dann durch den Brustbereich bis in den Bauchraum reicht. Er verzweigt sich entlang des Weges zu verschiedenen Organen wie z.B. zum Herzen, den Lungen und zum Magen-Darm-Trackt. Der Vagusnerv setzt sich aus ungefähr 100.000 einzelnen Nervenfasern zusammen, die zu den verschiedenen Organen hinführen und diese so miteinander verbinden. Der Vagusnerv wird auch „der Wanderer“ genannt, weil er die Organe verbindet und durchwandert. Bedeutung des Vagusnervs Die Hauptfunktion des Vagusnervs ist die Steuerung der Bauchorgane und des parasympathischen Nervensystems, also dem Bereich des Nervensystems, der für Entspannung, Ruhe und Erholung entscheidend ist. Bei einem gesunden Menschen ist der sogenannte Vagustonus hoch, das bedeutet, dass wir uns nach Stress gut erholen und insgesamt gut entspannen können. Ein hoher Vagustonus geht mit einem erhöhten Serotonin- und Dopaminspiegel einher. Serotonin und Dopamin sind Botenstoffe, die maßgeblich für unsere Stimmung, unsere Antriebskraft und damit für unser Wohlbefinden zuständig sind. Außerdem wirkt ein hoher Vagustonus positiv auf z.B. die Regulation des Blutzuckers, des Blutdrucks und auf unsere Verdauung. Messbar ist der Vagustonus indirekt über die Herzratenvariabilität. Ist diese hoch, so ist auch der Vagustonus hoch. Die Herzratenvariabilität wird allgemein als ein Zeichen eines gesunden Herzens angesehen und als Indikator für große physiologische und psychische Gesundheit, höhere Lebensqualität und geringere Anfälligkeit für Krankheiten betrachtet. Die Herzratenvariabilität ist die Variation des Zeitabstandes zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen in Millisekunden. Ein schwacher Vagustonus führt dazu, dass wir leichter unter Stress geraten. Unser sympathisches Nervensystem hat die Vorherrschaft und wir sind permanent angespannt und gestresst. Auf Dauer kann das zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit und zu Entzündungen führen. Das Schlaganfallrisiko und das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, steigen, wie auch die Gefahr, Diabetes oder eine rheumatische Erkrankung zu bekommen steigt. Auf der psychosomatischen Ebene zeigen sich bei einem zu niedrigen Vagustonus Symptome wie Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Gereiztheit und Lustlosigkeit. Wie hilft Yoga? Als wichtigster Punkt ist hier der Wechsel zwischen Spannung und Entspannung in der Yogastunde zu nennen. Wenn du beim Yoga durch das angeleitete Atmen in deinen eigenen Rhythmus findest, ist dies schon ein wesentlicher Teil, um deinen Vagusnerv zu stärken. Bewusstes langes Ausatmen ist eine gute einfache Art den Vagus zu aktivieren. Auch alle Übungen, bei denen du in die Anspannung und danach dann in die bewusste Entspannung gehst, wirken positiv auf den Vagusnerv. Durch die Aktivierung deines Kehlchakras wird der Vagus stimuliert. Dies passiert im Yoga unter anderem durch verschiedene Haltungen und vor allem durch das chanten von bestimmten Mantren. Wenn dein Kehlchakra ins Vibrieren kommt, wirst du schnell und einfach in eine tiefe Entspannung gelangen. In meinen Kundalini Yogastunden lege ich viel Wert darauf, meine Schüler*innen so anzu-leiten, dass sie diesen Wechsel von Anspannung und Entspannung während der Übungsreihe wahrnehmen können. Die Wahrnehmung des eigenen Befindens ist ein elementarer Bestandteil meiner Yogastunden: Nur wenn ich achtsam bin, kann ich fühlen, was in mir los ist, ob ich angespannt oder entspannt bin. Durch den bewussten Wechsel von Anspannung und Entspannung entwickle ich diese Wahrnehmung und kann diese Erfahrung dann auch in meinen Alltag integrieren. Nach der Übungsreihe mit den vielen kleinen Nachspürphasen kommt dann die lange tiefe Entspannung. In dieser Zeit wirken die Yogaübungen nach und unser Körper verarbeitet die Impulse und auch den Wechsel von Anspannung und Entspannung. Ich leite die diese Phase so an, dass du auch hier noch einmal ganz bewusst in die Anspannung und danach in die Entspannung gelangst. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, melde dich bei mir tenna@kundaliniyoga-kiel.de Im Mai wird der Fokus meiner Yogastunden auf der Stärkung des Vagusnervs liegen. Ich biete meine Stunden online über Zoom an. Du brauchst dafür keine Vorkenntnisse und kannst ggf. auch auf einem Stuhl sitzend daran teilnehmen.